Ich liebe Pröbchen! Im Drogeriemarkt kann ich nur schwer an diesen niedlichen kleinen Fläschchen, Tübchen und Döschen vorbei gehen. Sie sind ja auch so praktisch, erst einmal zum Mitnehmen für (Kurz-)Urlaube, aber auch um das zu tun, wofür sie gedacht sind: Ausprobieren. Schon oft habe ich dadurch ein neues Lieblingsprodukt gefunden.
Wenn sie dann leer sind bedauere ich es. Nicht so sehr die Tatsache, dass sie aufgebraucht sind, sondern eher, weil hier kein Kind Kaufladen-Ambitionen entwickelt hat. Im Kaufladen von meiner Schwester und mir (in 70er-Jahre-orange und mit einer echten Uhr oben in der Mitte und tollen kleinen Schütten für alles mögliche) landeten die sauber ausgewaschenen Pröbchenbehälter und wurden sehr geliebt.
Lebensmittel-Probierstände meist am Freitag in den großen Supermärkten sind dagegen nicht so mein Fall. Wenn ich probiere, sehe ich mich genötigt einen Kommentar abzugeben und der muss nicht immer gut ausfallen und das ist mir unangenehm, denn der Vorführende kann ja nichts dafür, wenn das Produkt nicht ankommt und ich zweifle ehrlich gesagt daran, das die Beurteilungen ihren Weg zurück zum Hersteller finden und er dann sein Produkt verbessert.
Je älter ich werde, desto mehr habe ich ein Problem mit diesen Fix-in-den-Topf-und-Wasser-drauf-dann-superlecker-Produkten. Letzte Woche wurde uns eine Gemüsesuppe mit optionaler Fischeinlage direkt in den Briefkasten eingeworfen. Beschreibung und Verpackungsfoto klangen viel versprechend und so hobelte ich Gemüse, kaufte Fischeinlage und Crème fraîche und ... aß mit der Familie und gekräuselten Augenbrauen. Dann stellten wir fest, dass die Suppe nach ähnlichem Strickmuster, aber ohne dieses gelbliche undefinierbare Pulverzeugs aus der Tüte bedeutend besser geschmeckt hätte.
Also: In Zukunft kein Tütenzeugs für uns. Proben können schon sehr nützlich sein.
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